„Kamerabeschützer“ – mein erstes Tutorial

Mein erstes Tutorial. Jaja, frau wächst mit den selbstgestellten Herausforderungen. 😉

So sieht er aus, mein „Kamerabeschützer“:

3. Foto

Wie ich dazu komme? Ganz einfach: Die Idee ist aus der Not geboren. Ich bin ja, wie Ihr wisst, seit ein paar Wochen stolze Besitzerin einer digitalen Spiegelreflexkamera. Und wie jeder Foto-Enthusiast möchte ich meine Kamera eigentlich immer dabei haben. Mir könnte doch in jeder Situation das perfekte Motiv begegnen!!! 😉

Aber mal ehrlich, die käuflich zu erwerbenden Fototaschen haben zu viele Mängel: groß, oft nicht gerade hübsch, lassen sich gleich als Fototaschen erkennen und locken jeden „Interessierten“ an, bringen nur die Kamera unter oder aber, wenn sie die vorherigen Eigenschaften eben nicht erfüllen, sind sie für meinen Geldbeutel unerreichbar.

Lange habe ich gesucht. Im Netz diverse Anleitungen für Fototaschen gesehen, begutachtet und entweder für mich für unpraktisch, zu teuer oder nicht zu haben erkannt. Grrrr.

Also habe ich mich dem Thema angenähert. Und zuerst entschieden: Wenn ich meine Kamera mitnehme, will ich sie in meiner normalen Tasche transportieren. Da ich eh immer viel mit mir rumschleppe, brauche ich also eine große Tasche. Und sie sollte etwas abkönnen. (Zu diesem Thema folgt auf jeden Fall noch ein extra Posting.)

Hier nur ein kleiner Teaser 😉

Lederarya-verstellbarer-Gurt

Und in der Tasche, mit meinem normalen Krimskrams, sollte dann die Kamera überleben.

Und da ich nix passendes gefunden habe und auch der Einsatz der gekauften Tasche, den man rausnehmen kann (deshalb gekauft), zu groß war, habe ich gebastelt.

Und damit meine Basteleien einen „Mehrwert“ haben, teile ich sie gerne mit Euch. Vielleicht helfe ich ja einem anderen suchenden Geist! 😉

Ihr benötigt:

– eine alte Schaumstoffisoliermatte (vom Zeltlager zum Beispiel)

– eine Heißklebepistole

– Paketklebeband

– evtl. eine Wachstischdecke

– Schere, Nadel, Faden, Band, Nähmaschine, …

Die Idee eine alte Schaumstoffisoliermatte als Material zu nutzen, habe ich aus einem Forum für Fotografen. Stabil, aber nachgiebig, fusselfrei. Da ich es möglichst kompakt haben wollte, habe ich mich für eine runde Form entschieden. Mein erster Versuch war etwas zu groß, aber mit den neuen Maßen passt es zumindest für meine Kamera ganz genau.

Zuerst habe ich einen Kreis mit einem Durchmesser von ca 19cm aus der Matte geschnitten. (Als Vorlage habe ich Teller und Schüsseln aus meiner Küche überprüft und die richtige dann mit einem CD-Marker auf der Matte ummalt.)

Durchmesser

Danach folgte ein Rechteck mit einer Breite von 64cm.

Länge

Mein Rechteck hat eine Höhe von ca 12,5cm.

Höhe

Das ist etwas höher als es für meine Kamera nötig wäre, aber ich mag das. Ich habe dann den Rand des Kreises mit dem Klebstoff der Heißklebepistole versehen und das Rechteck um den Kreis angelegt, so dass eine Art Topf entstanden ist. Die aufeinandertreffenden kurzen Seiten habe ich ebenfalls aneinander geklebt. So sieht das von innen aus:

verklebt-innen-zwei

Um das ganze zu sichern, habe ich diese Hülle mit Paketklebeband umwickelt.

verklebt-außen

So sollte auch zumindest von unten keine Feuchtigkeit eindringen können.

Durch diese Polsterung ist die Kamera geschützt. Es fehlt jedoch noch die Möglichkeit die Kamera da drinnen zu verwahren und von oben zu schützen.

1.Foto

Meine Schmetterlingstischdecke vom Diskounter kennt Ihr ja schon von der Fächermappe. Da sie durch ihr Material ja auch sehr schmutzabweisend ist, habe ich sie gewählt und einen Sack genäht.

Ihr schneidet wieder einen Kreis aus, dieses Mal mit einem Durchmesser von ca 25cm. (Auf dem Foto seht Ihr den Kreis bereits vernäht, die Nahtzugabe ist also bereits verarbeitet.)

Durchmesser Tasche

Als Rechteck solltet ihr in der Höhe 34cm und in der Breite 70cm zuschneiden.

Faltet das Rechteck mit der hübschen Seite nach innen und näht die beiden kurzen Seiten aneinander, lasst oben jedoch ca 6cm offen. An dieser Seite schlagt ihr den Rand ca 4cm nach innen ein und näht ihn fest.

Tunnelzug

An den so entstandenen Öffnungen des Tunnelzuges schlagt ich den Stoff nach innen ein und fixiert ihn mit ein paar Stichen. Mit Hilfe einer Sicherheitsnadel könnt Ihr ein Band durchführen. Ich habe dazu einfach das Schrägband der Tischdecke genutzt.

Schleife

An das andere Ende näht ihr den ausgeschnittenen Kreis. So müsste die Tasche jetzt bei Euch aussehen:

Tasche

Und so mit Topf und Kamera drin:

3. Foto

Und von innen dann so:

2. Foto

Der Beutel ist deutlich größer als der Topf (so ein doofes Wort – ich bin für Alternativvorschläge offen!), aber so ist für mich genau richtig.

Mein „Kamerabeschützer“ – so heißt das Gesamtprojekt – hat seine erste Feuerprobe bereits mit Bravour gemeistert. Er hat mich bei einem Tag an den Strand begleitet. Natürlich dann in meiner Tasche mit all dem was frau so braucht. Und alles hat wunderbar geklappt.

Das heißt NICHT, dass ich dafür garantieren kann. Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten. Und einen Eimer Wasser, ein Korb Nägel, das Fallen aus dem 12. Stock oder andere grob fahrlässige Dinge kann der Kamerabeschützer auch nicht von der Kamera fernhalten. Ich kann also keine Garantie übernehmen. 

Wenn Ihr das auch ausprobieren möchtet, benutzt gerne diese Anleitung. Und berichtet mir doch von Euren Erfahrungen. Wenn Ihr Eure Ergebnisse postet, verlinkt Eure Fotos bitte und verweist auf diese Anleitung. Oder schickt mir ein Foto, das ich gerne veröffentliche.

Ich freue mich auf Eure Berichte und Fotos.

Und weil gleich Donnerstag ist, geht dieser Beitrag zu Rums und ich schaue gleich, was die anderen Mädels für sich kreiert haben.

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4 Gedanken zu “„Kamerabeschützer“ – mein erstes Tutorial

  1. Hallo Christin,
    da hast du dich ja mächtig ins Zeug gelegt, sogar mit Materialrecherche, echt klasse!!! Die Matte ist eine tolle Idee, das stelle ich mir sehr sicher und stoßdämpfend vor!
    Super dein Kamerabeschützer!
    Liebe Grüße, Damaris

    • Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar, Damaris!
      Der kleine Blick auf die bald zu zeigende Tasche ist übrigens meine Arya aus Leder. 😉 Zwei habe ich bisher genäht und bin ganz begeistert.

  2. Die Matte ist ja super als Polster. Als einfache schnelle Aufbewahrung für ein Shooting ist die Tasche sicherlich super. Ich möchte allerdings da noch Geldbeutel, Schlüssel, Objektiv und vielleicht ein paar Filter unterbringen. Also warte ich mal auf die größere Variante *zwinker*
    Liebe Grüße
    Gusta

    • Liebe Gusta!

      Danke Dir!

      Die anderen Sachen, die frau so braucht, kommen dann ja in die Handtasche, zusammen mit dem Kamerabeschützer. 😉
      Aber für ein extra Objektiv ist wirklich kein Platz eingeplant. Soweit bin ich mit meinem Equipment noch nicht und genieße die kleine Variante. Das reicht für mich erst einmal 😉

      Lieben Gruß,
      Christin

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